Ich gehöre nicht zu den Menschen, die übermäßig Ängste entwickeln. Aber nun hat es mich erwischt: die Knopflochphobie. Die scheint unter den Nähbloggern nicht ganz unbekannt zu sein. Oder vielleicht unter Näherinnen allgemein.
Es ist aber auch ärgerlich. Wenn die Knopflöcher eingenäht werden müssen, ist das Kleidungsstück eigentlich fast fertig. Es wurde da Zeit und Muße eingesetzt, auf die perfekte Verarbeitung wert gelegt und dann stehen sie an: die Knopflöcher.
Und wenn die nicht klappen... Oder noch schlimmer, wenn man sich Löcher in den Stoff macht...
Nein, nein, nein - da fängt man einfach nicht an. Hilft aber auch nur bedingt, nur zeitweise. Denn irgendwann müssen die Knopflöcher rein in das Kleidungsstück.
Ich habe hier ja schon eine fast fertige McCalls Bluse hängen. Da müssen die Knopflöcher, der Saum und die Ärmel genäht. werden.
Und gestern Abend habe ich schnell mal ein Kinderkleid genäht, nach dem gleichen Schnittmuster (Burda 9702) wie das Kinderweihnachtskleid. Diesmal wollte sie passende Blümchenknöpfe haben.
Ich habe erstmal wieder an einem normalen Baumwollstoff Knopflöcher ausprobiert. Dann noch mal am gleichen Stoff. Das erste Knopfloch am Kleid war noch annehmbar, nur ein wenig zu kurz.
Das zweite war schon nervenaufreibend, es bildeten sich Knubbel und der Stoff wurde einfach nicht weiter transportiert.
Das dritte Knopfloch war nur noch schlimm. Zwei dicke Fadenknubbel. Nach dem Auftrennen, das mich noch mehr Nerven und auch viel Zeit gekostet hat, sah ich dann zwei schöne Löcher. Und nun?
Es liegt hier auch noch das McCalls 4769 Schnittmuster. Was mache ich nur mit den Knopflöchern?